Anti-Aging mit Vitaminen
Hart, aber wahr: Im Alter bekommt man die Rechnung für die bisherige Lebensweise präsentiert. Gelegentliche Sünden steckt jeder gut weg. Wer aber ein Leben lang Raubbau an seinem Körper und seiner Gesundheit treibt, bekommt die negativen Folgen des Alterns schneller und härter zu spüren, als es einem lieb sein kann.
Gerade an der Haut lässt sich viel über das bisherige Leben ablesen. Als Schutzorgan des menschlichen Körpers ist sie konstant damit beschäftigt, schädliche Einflüsse, Schadstoffe und Erreger abzuwehren. Wenn dann durch eine exzessive Lebensweise die Regeneration zu kurz kommt, straft es die Haut mit müdem Teint, Unreinheiten, Falten und Pigmentflecken, die einen buchstäblich alt aussehen lassen.
Ohne Stimuli verkümmert der gesamte Muskelapparat und die Knochen werden entmineralisiert. Dann stellen sich schnell typische Anzeichen des Alterns ein: Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, v.a. in den Knien und fehlende Agilität zum Bewältigen des Alltags. Zudem steigt das Risiko von Knochenbrüchen, die für alte Menschen eine langwierige und komplizierte Heilung notwendig machen.
Bewegung gegen Alterserscheinungen
Der menschliche Körper ist von der Natur dazu auserkoren, permanent agil und aktiv zu sein. Bewegung gehört also zum grundlegenden Naturell des Menschen. Körperliche Aktivität hatte nicht nur den Zweck, den Menschen in der Urzeit bei Jagd und Ackerbau die Nahrung zu sichern. Vielmehr werden so der Kreislauf und die Energieversorgung des gesamten Organismus stimuliert. Stoffwechselabbauprodukte und Giftstoffe werden abtransportiert und die Regeneration der Zellen gefördert. Sport und Bewegung ist also ein wahrer Jungbrunnen für den ganzen Körper.
Auch für Skelett und Bewegungsapparat gilt: Beständiges Training fördert Erhalt und Widerstandskraft. Den mit dem Alter unweigerlich eintretenden Abbau von Muskeln und Knochendichte kann man mit Sport und Bewegung deutlich verlangsamen. Gesunde stabile Knochen sind weit weniger anfällig für Osteoporose. Gut entwickelte Muskeln stützen das Skelett auch an den Schwachpunkten wie z.B. Wirbelsäule oder Knie, so dass die typischen Anfälligkeiten im Alter gar keine Chance bekommen.
Dagegen sieht die heute Lebensweise vielfach ganz anders aus: Kaum Bewegung, sitzende Tätigkeiten und zu wenig Sport bremsen die physiologischen Prozesse aus. Die Zellen werden schlechter versorgt. Gifte, freie Radikale und Abbauprodukte sammeln sich an und können die Zellen schädigen. Die Regeneration des gesamten Körpers kommt zu Kurz, er altert schneller.
Schlafen Sie sich jung
Wer tagsüber aktiv ist, sich viel bewegt und auf seine Gesundheit achtet, tut schon viel dafür, die Folgen des Alterns abzumildern. Ein weiter Programmpunkt des Anti-Aging findet nachts statt und ist wesentlich bequemer: Im Schlaf heizt der Körper sein internes Erneuerungsprogramm an. Denn während das Bewusstsein eine Auszeit nimmt, vollbringt der Stoffwechsel eine Meisterleistung: Die Zellen werden mit neuer Energie versorgt und von Schadstoffen befreit. Sie können sich so erholen und regenerieren. Ausreichender und erholsamer Schlaf ist daher keine Zeitverschwendung, sondern eine Investition in die Zukunft der eigenen Gesundheit.
Der krasse Gegenspieler erholsamen Schlafs ist wiederum der Stress. Er raubt dem Körper das, was der Schlaf ihm zu geben vermag. Bei hoher nervlicher Belastung stellt der Organismus auf ein Notprogramm um, das zwar kurzfristig die Energieversorgung sichert, langfristig Zellversorgung und –regeneration aber behindert. Irgendwann ist es dann soweit: Man kann gestressten Menschen ihre nervliche Belastung deutlich ansehen.
Anti-Aging mit der richtigen Ernährung
Mit der täglichen Nahrung erhält das „System Mensch“ auch seine "Betriebsstoffe" – und sie beeinflussen maßgeblich, wie gut der Organismus im Alter funktioniert. Denn nur eine ausreichende Versorgung mit allen lebensnotwendigen Vitaminen und Vitalstoffen kann garantieren, dass der Körper die besten Voraussetzungen hat, sich fortwährend zu regenerieren. Doch leider macht auch hier viel zu oft der Lebensstil einen Strich durch die Rechnung. Fertiggerichte, Kantinenkost, Snacks und Süßigkeiten beinhalten viel Fett, Salz und Zucker, aber bestimmt nicht die nötigen Vitalstoffe.
Ein wahrer Turbolader für den Alterungsprozess ist das Rauchen. Die Zellen werden mit Schadstoffen überflutet, weil der Stoffwechsel mit der Belastung durch den Rauch überfordert ist. Wer den Körper täglich mit aggressiven Giften aus dem Zigarettenqualm überflutet, fühlt sich nicht nur bald 10 Jahre älter, sondern sieht auch schnell so aus. Rauchen steigert zudem das Risiko, Osteoporose zu erkranken. Wer es mit Anti-Aging ernst meint, lässt die Finger von den Glimmstängeln.
Ein Speiseplan, der die Anforderungen des Anti-Aging erfüllt, muss ganz unterschiedliche Wirkbereiche abdecken. Zum Schutz der Zellen vor freien Radikalen benötigt der Körper Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E. Die drei Vitamine besitzen auch jeweils für sich positive Effekte. Vitamin A verbessert die Sehkraft. Vitamin C wird für die Bildung von straffem Bindegewebe benötigt und stärkt die Abwehrkräfte. Vitamin E ist wichtig für den Schutz des Herz-Kreislaufsystems und der Haut.
Eine weitere Maßnahme wirksamen Anti-Aging ist es, die Aufnahme der Mineralstoffe Kalzium und Magnesium sicherzustellen. Sie sind die "Bausubstanzen" des menschlichen Skeletts und sorgen für die Stabilität von Knochen und Zähnen. Ein unverzichtbarer Mitspieler ist dabei das Vitamin D, das die Aufnahme von Kalzium im Körper sicherstellt.
Erst in jüngerer Zeit hat man festgestellt, dass auch natürliche Farbsubstanzen und Aromen von Früchten und Gemüse den Körper vor bestimmten Belastungen schützen können. So sind Carotinoide zum Beispiel ebenfalls an der Abwehr von freien Radikalen beteiligt. Flavonoide tragen außerdem zum Schutz der Gefäße vor Arteriosklerose bei. Omega-3-Fettsäuren sind für das Herz-Kreislauf-System und den Gefäßschutz besonders wertvoll.
Mit zunehmendem Lebensalter nehmen die Reserven des Körpers an Coenzym Q10 kontinuierlich ab. Besonders die lebensnotwendigen Organe wie Herz, Leber und Lunge sind davon betroffen. Während die Versorgung in jungen Jahren meist problemlos ist, sollte für ein wirksames Anti-Aging auf eine ausreichende Aufnahme geachtet werden.