Können Vitamintabletten schädlich sein?
Vitalstoffpräparate wie Vitamintabletten enthalten zunächst einmal Stoffe, die der Körper zum Leben braucht und im Normalfall auch über die tägliche Nahrung erhält.
Aber wie so oft macht die Menge den Unterschied aus. Für alle lebensnotwendigen Vitalstoffe hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfohlene Tagesdosen festgelegt. Sie richten sich nach dem durchschnittlichen Bedarf des Körpers um problemlos arbeiten zu können. Neben Alter und Geschlecht bestimmen auch besondere Situationen wie z.B. eine Schwangerschaft den individuellen Bedarf. Generell sollten die empfohlenen Mengen nicht deutlich überschritten werden.
Bei Vitaminen wird zwischen wasserlöslichen und fettlöslichen Vitaminen unterschieden. Wasserlösliche Vitamine wie die Vitamine der B-Gruppe, Folsäure, Niacin, Biotin und Vitamin C kann der Körper nur schlecht speichern und scheidet überschüssige Mengen wieder aus. Eine Überdosierung kann hier im Allgemeinen nur eintreten, wenn auf einen Schlag ungewöhnlich große Mengen eingenommen werden. Eine Ausnahme bildet das Vitamin B12, das in der Leber gespeichert werden kann.
Ganz anders verhält es sich mit den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K. Sie werden im Gewebe angelagert. Übersteigt die Einnahme über einen längeren Zeitraum den Verbrauch, kann es so in der Tat zu schädlichen Überdosierungen kommen. Insbesondere während der Schwangerschaft muss auf eine begrenzte Einnahme von Vitamin A geachtet werden, da es in zu großen Mengen das ungeborene Leben schädigen kann.
Bei Mineralstoffen und Spurenelementen sollten die empfohlenen Mengen ebenfalls nicht überschritten werden. Während einige Stoffe wie beispielsweise Kalzium relativ problemlos wieder ausgeschieden werden, können andere Substanzen wie Kalium oder Selen die Gesundheit beeinträchtigen. Zu beachten ist hierbei, dass fast alle Spurenelemente in großen Mengen giftig sind und nur in geringen Dosen vom Körper benötigt werden.
Bei bestimmten Krankheiten, z.B. des Stoffwechsels, kann die Aufnahme von einigen Substanzen gestört sein. In solchen Fällen muss die Einnahme mit dem Arzt abgesprochen werden.
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