Vitamine für Herz und Kreislauf
Das Herz ist der Motor des Lebens: Rund 60 Schläge pro Minute summieren sich bei einer Lebenszeit von 80 Jahren auf eine Leistung von weit über 3 Milliarden Schlägen. Dabei pumpt das Herz insgesamt rund 200 Millionen Liter Blut durch den Körper. Über ein dichtes Netz von Venen, Arterien und fein verästelten Adern gelangen so Sauerstoff und Nährstoffe zu den Organen und Muskeln. Kohlendioxid und weitere Stoffwechselabbauprodukte werden abtransportiert und ausgeschieden.
So lebenswichtig die Funktion des Herzens für den Organismus ist, so lebensgefährlich sind Probleme die die Herzfunktion beeinträchtigen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Dabei zeigen sich die ersten Symptome oftmals schon Jahre zuvor. So genannte Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Arterienverkalkung sind Risikofaktoren und können das Herz-Kreislauf-System ernsthaft schädigen.
Bringen Sie Ihr Herz auf Trab
Es ist also lebenswichtig, dass Kraftwerk im Brustkorb in Schuss zu halten. Überwiegend sitzende Tätigkeiten und Bewegungsmangel machen den gesamten Organismus träge. Wie jeder andere Muskel verliert auch das Herz an Leistungsfähigkeit, wenn es nicht regelmäßig gefordert wird.
Wer körperlich aktiv ist, trainiert nicht nur seine Muskeln, sondern auch Herz und Gefäße. Der Kreislauf kommt auf Trab und versorgt Organe und Muskeln mit frischer Energie. Schadstoffe werden rascher abtransportiert und ausgeschieden. Regelmäßige Bewegung stärkt den Herzmuskel und senkt den Blutdruck. Der gesteigerte Energieumsatz führt dazu, dass schädliches Cholesterin im Blut abgebaut wird und die Gefäße vor Arteriosklerose geschützt werden. Zusammengenommen können die positiven Effekte des Sports sogar das Risiko eines Herzinfarkts senken.
Nicht jede Belastung führt jedoch zu einem positiven Trainingseffekt. Wenn das Herz auf Hochtouren arbeiten muss, weil permanenter Stress keine Entspannung mehr zulässt, verschleißt der Motor des Lebens. Stressabbau und Entspannung sind daher ein wertvoller Beitrag zum Schutz vor Herzerkrankungen.
Risikofaktor Fett
Die Ernährung entscheidet ebenfalls maßgeblich darüber, ob Herz und Kreislauf reibungslos funktionieren - und das bis ins hohe Alter. Das größte Problem ist hierbei eine zu fettreiche Ernährung. Gleichzeitig enthalten viele Fertiggerichte und Kantinengerichte reichlich Salz, das im Übermaß den Blutdruck erhöhen kann.
Nahrungsfette aus tierischen Lebensmitteln überschwemmen den Körper mit Cholesterin. Während das so genannte "gute" Cholesterin mit dazu beiträgt, die Gefäße zu schützen, lagert sich schädliches Cholesterin in den Arterien ab. Die Blutzirkulation wird behindert, so dass das Herz mit höherem Druck pumpen muss. Der geisteigerte Blutdruck belastet jedoch wiederum den Herzmuskel und Gefäßwände. Fettreiche Spiesen machen sich zudem schnell auf der Waage bemerkbar. Das Herz muss außerordentliche Anstrengungen unternehmen, um die zusätzliche Körpermasse mit zu versorgen. Verschärft wird dieser Zustand noch, weil das Übergewicht oft durch Bewegungsmangel hervorgerufen wird, der das Herz schwächt. Ein lebensgefährlicher Kreislauf wird in Gang gesetzt, an dessen Ende ein Herzinfarkt stehen kann.
Herzgesundheit geht durch den Magen
Ein ausgewogener Speiseplan mit wenig Salz, vitalstoffreichen und fettarmen Lebensmitteln ist also ein wichtiger Beitrag zu Herzgesundheit und Gefäßschutz, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Unterstützt wird die Funktion von Herz, Gefäßen und Kreislauf durch die Auswahl passender Vitalstoffe, die der Organismus hierfür benötigt.
Vitamin B12 und die zur B-Gruppe gehörende Folsäure benötigt der Organismus zur Bildung von roten Blutkörperchen, die den Sauerstofftransport übernehmen. Zudem leisten beide Vitamine einen wichtigen Beitrag zum Gefäßschutz. Als Spurenelement ist Kupfer ein weiterer Baustein zur Bildung von roten Blutkörperchen.
Eisen ist das eigentliche Element, das Sauerstoff aus der Lunge im Körper verteilt und so die Leistungsfähigkeit von Muskeln, Organen, Nerven und Gehirn sicherstellt. Als Bestandteil der roten Blutkörperchen spielt es daher eine zentrale Rolle im Herz-Kreislauf-System. Direkt auf die Tätigkeit des Herzmuskels wirken sich Kalium und Selen aus.
Gleich doppelt positiv wirkt Vitamin E auf das Herz-Kreislauf-System. Zum einen hilft es, das "schlechte" Cholesterin abzubauen, und wirkt sich somit positiv auf die Druchlässigkeit der Gefäße aus. Zum anderen verhindert es ein Verklumpen der roten Blutkörperchen und verbessert so die Durchblutung.
Vitamin K ist Ausgangsbasis für die Gerinnungsfaktoren des Blutes und beeinflusst so maßgeblich Fließeigenschaft und Wundheilung. Kalzium ist auf der Seite der Mineralstoffe wichtig für die Blutgerinnung.
Der positive Einfluss von Flavonoiden auf das Herz-Kreislauf-System wurde erst durch jüngste Forschungsergebnisse bestätigt. Pflanzenfarbstoffe, wie sie beispielsweise in Trauben vorkommen, können die Thrombosegefahr sowie den Blutdruck senken. Vergleichbar wertvoll für den Gefäßschutz sind Omega-3-Fettsäuren. Sie haben eine positive Wirkung auf die Blutfettwerte und die Fließeigenschaften des Blutes und können so dazu beitragen, Arterienverkalkung und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.